JAN-MARTIN WIARDA
Journalist Moderator Fragensteller
Willkommen auf meiner Website.
Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.
Macht es wie Kanada
Foto: Screenshot von der Website der "Canada Research Chairs".
SEIT EINIGEN WOCHEN wird über mögliche Reaktionen auf die wissenschaftspolitischen Entscheidungen der Trump-Regierung diskutiert – auch hier im Wiarda-Blog. Besonders im Fokus: Programme zur Gewinnung und Rettung gefährdeter Wissenschaftler*innen aus den USA. Prominente Idee: das Schaffen zusätzlicher Stellen, etwa im Rahmen des geleakten "1.000-Köpfe-Programms" oder des Vorschlags eines "Meitner-Einstein-Programms".
Als jemand, der vor kurzem aus Kanada an die Universität Mannheim gewechselt ist – und dort als hauptamtlicher Dekan Berufungsverfahren begleitet – verfolge ich diese Diskussion mit großem Interesse. Die Sozialwissenschaften in Mannheim wären für die Rekrutierung internationaler Wissenschaftler*innen gut aufgestellt: internationale Ausrichtung, englischsprachige Studiengänge plus meine eigenen Netzwerke aus 20 Jahren Kanada-Erfahrung. Doch die derzeit diskutierten Instrumente, um zusätzliche Stellen zu generieren, hinterlassen mich ratlos, wie eine Fakultät oder ein Institut damit agieren sollte.
Es war mal eine Brennpunktschule
Foto: Jan-Martin Wiarda.
NEULICH WAR TAG DER OFFENEN TÜR im Gymnasium in der Nachbarstadt. Die Direktorin habe den Eltern stolz versichert, dass an ihrer Schule alles noch genauso laufe wie vor 20 Jahren, erzählt Martin Buhl. "Und ich habe gedacht: Über meine Schule könnte ich nichts Schlimmeres sagen." Es ist ein grauer Wintermorgen auf dem Pausenhof der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Riedstadt, ein paar Regionalbahn-Stationen südlich von Frankfurt am Main. Eine Ansammlung von Zweckbauten, der älteste von 1964, der jüngste von 2006, daneben erst vor kurzem aufgestellte Container mit weiteren Klassenzimmern. Buhl, 55, schreitet bester Laune über den asphaltierten Boden. "Ich bin Schulleiter geworden, um Schule zu verändern", sagt er.
WEITERE AKTUELLE THEMEN:
o LESEN. SCHREIBEN. RECHNEN. DENKEN! EIN GASTBEITRAG ÜBER DIE 4. KULTURTECHNIK: MEDIENKOMPETENZ.
o PODCAST ÜBER DIE BEDROHUNG VON DEMOKRATIE UND WISSENSCHAFTSFREIHEIT: "DAS WERDEN WIR VERHINDERN"
o ZWISCHENSTAND BEI DEN KOALITIONSVERHANDLUNGEN: VON WUNSCHLISTEN, PREISSCHILDERN UND GROßEN LINIEN
"Die Vorstellung, US-Spitzenwissenschaftler in ihrer Not abzugreifen, lehne ich ab"
Foto: Humboldt-Stiftung/D.Ausserhofer.
Herr Schlögl, im geleakten Ergebnispapier der schwarz-roten Verhandlungsgruppe zu "Bildung, Forschung, Innovation" war es die allererste wissenschaftspolitische Ankündigung: "Wir erhalten Deutschland in Zeiten globaler Polarisierung als attraktives Zielland und sicheren Hafen der Wissenschaftsfreiheit für Forschende aus aller Welt", steht da. Und weiter: "Mit einem 1.000-Köpfe-Programm wollen wir internationale Talente gewinnen." Trifft das auf Ihren Beifall als Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung?
Persönlich finde ich schon die Assoziation mit dem 1000-Talente-Programm der Chinesen problematisch. Sollte dieses Programm jedoch so auf die Beine gestellt werden, dass es zur Stärkung der Basis ausgezeichneter Wissenschaftler in Deutschland beiträgt, werden wir uns gerne beteiligen. Wenn die Botschaft sein soll, wir schaffen hier, sagen wir, 250 neue Professuren plus Ausstattung für US-Amerikaner, dann hielte ich das für weder sinnvoll noch nützlich.
Ein Sieg, den die Wissenschaft Trump nicht gönnen darf
DIE NZZ berichtete schon vor zwei Wochen von übergriffiger Post aus den USA, die an der bekanntesten Schweizer Universität eingegangen sei. "Die ETH Zürich hat in Bezug auf ein Projekt, für das wir US Federal Funds erhalten haben, einen ‹questionnaire› von der US-Administration erhalten", zitierte die Zeitung die Pressestelle der Hochschule. Um welches Projekt es sich handelt, wolle die ETH nicht sagen, um die Betroffenen zu schützen. Den Fragebogen wollte man auch nicht herausgeben, da dieser von US-Seite als "vertraulich" kategorisiert worden sei. Doch handle es sich hauptsächlich um Fragen zur Einhaltung politischer Vorgaben der neuen US-Regierung. Die Devise sei offenbar, bloß die Amerikaner nicht verärgern, folgerte die NZZ. "Schließlich geht es um viel Geld und Prestige."
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Und was ist mit den Kindern?
Bild: KI-generiert.
ES KLANG WIE eine gute Nachricht. "Wir halten am Ausbauziel für die Ganztagsbetreuung in der Grundschule fest", hieß es im zwischenzeitlich geleakten Ergebnis der schwarz-roten Koalitionsverhandlungs-AG 10, "Kommunen, Sport und Ehrenamt", und weiter: "Bei der Umsetzung vor Ort eröffnen wir den Kommunen mehr Gestaltungsspielräume. Zur Entlastung der Kommunen schaffen wir einen Übergangszeitraum für den Rechtsanspruch bis zum Schuljahr 2028/29."
Festhalten, Gestaltungspielräume, Entlastung: Tatsächlich wäre das, was da so unspektakulär daherkommt, schon das zweite gebrochene Ganztags-Versprechen gegenüber den Familien und bildungspolitisch grundverkehrt. Und so symbolträchtig wie typisch ist, dass bei dem Vorstoß Bildungspolitiker offenbar gar nicht erst einbezogen wurden.
Der Wiarda-Blog wird 10!
Der Gipfel der Bildung
Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".
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