JAN-MARTIN WIARDA

Journalist     Moderator     Fragensteller


Willkommen auf meiner Website.

Wenn Sie mehr erfahren wollen über mich und meine Themen, sind Sie hier richtig. Schauen Sie doch auch mal in meinen Blog, in dem ich regelmäßig aktuelle Ereignisse in Bildung und Forschung aufspieße. Ich freue mich auf Ihr Feedback.


04. April 2025

Macht es wie Kanada

Offene Türen reichen nicht: Wie strategisch ist Deutschlands Antwort auf den US-amerikanischen Brain Drain? Ein Gastbeitrag von Julian Dierkes.

Foto: Screenshot von der Website der "Canada Research Chairs".

SEIT EINIGEN WOCHEN wird über mögliche Reaktionen auf die wissenschaftspolitischen Entscheidungen der Trump-Regierung diskutiert – auch hier im Wiarda-Blog. Besonders im Fokus: Programme zur Gewinnung und Rettung gefährdeter Wissenschaftler*innen aus den USA. Prominente Idee: das Schaffen zusätzlicher Stellen, etwa im Rahmen des geleakten "1.000-Köpfe-Programms" oder des Vorschlags eines "Meitner-Einstein-Programms".

 

Als jemand, der vor kurzem aus Kanada an die Universität Mannheim gewechselt ist – und dort als hauptamtlicher Dekan Berufungsverfahren begleitet – verfolge ich diese Diskussion mit großem Interesse. Die Sozialwissenschaften in Mannheim wären für die Rekrutierung internationaler Wissenschaftler*innen gut aufgestellt: internationale Ausrichtung, englischsprachige Studiengänge plus meine eigenen Netzwerke aus 20 Jahren Kanada-Erfahrung. Doch die derzeit diskutierten Instrumente, um zusätzliche Stellen zu generieren, hinterlassen mich ratlos, wie eine Fakultät oder ein Institut damit agieren sollte.

 

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Es war mal eine Brennpunktschule

Ein Viertel der Gesamtschüler in Riedstadt hat wenig Selbstvertrauen, ein Drittel kann kaum eigenständig lernen. Programme wie "SchuMaS" wollen helfen.

Foto: Jan-Martin Wiarda.

NEULICH WAR TAG DER OFFENEN TÜR im Gymnasium in der Nachbarstadt. Die Direktorin habe den Eltern stolz versichert, dass an ihrer Schule alles noch genauso laufe wie vor 20 Jahren, erzählt Martin Buhl. "Und ich habe gedacht: Über meine Schule könnte ich nichts Schlimmeres sagen." Es ist ein grauer Wintermorgen auf dem Pausenhof der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Riedstadt, ein paar Regionalbahn-Stationen südlich von Frankfurt am Main. Eine Ansammlung von Zweckbauten, der älteste von 1964, der jüngste von 2006, daneben erst vor kurzem aufgestellte Container mit weiteren Klassenzimmern. Buhl, 55, schreitet bester Laune über den asphaltierten Boden. "Ich bin Schulleiter geworden, um Schule zu verändern", sagt er.

 

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"Die Vorstellung, US-Spitzenwissenschaftler in ihrer Not abzugreifen, lehne ich ab"

Der Präsident der Humboldt-Stiftung, Robert Schlögl, über die schwarz-roten Koalitionspläne, Meinungsverschiedenheiten zwischen den Wissenschaftsorganisationen – und die Zeit nach Trump.

Foto: Humboldt-Stiftung/D.Ausserhofer.

Herr Schlögl, im geleakten Ergebnispapier der schwarz-roten Verhandlungsgruppe zu "Bildung, Forschung, Innovation" war es die allererste wissenschaftspolitische Ankündigung: "Wir erhalten Deutschland in Zeiten globaler Polarisierung als attraktives Zielland und sicheren Hafen der Wissenschaftsfreiheit für Forschende aus aller Welt", steht da. Und weiter: "Mit einem 1.000-Köpfe-Programm wollen wir internationale Talente gewinnen." Trifft das auf Ihren Beifall als Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung?

 

Persönlich finde ich schon die Assoziation mit dem 1000-Talente-Programm der Chinesen problematisch. Sollte dieses Programm jedoch so auf die Beine gestellt werden, dass es zur Stärkung der Basis ausgezeichneter Wissenschaftler in Deutschland beiträgt, werden wir uns gerne beteiligen. Wenn die Botschaft sein soll, wir schaffen hier, sagen wir, 250 neue Professuren plus Ausstattung für US-Amerikaner, dann hielte ich das für weder sinnvoll noch nützlich. 

 

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Ein Sieg, den die Wissenschaft Trump nicht gönnen darf

US-Forschungsförderer verschicken übergriffige Fragebögen an Forschende in aller Welt. Wie die Hochschulen in Deutschland jetzt reagieren sollten. Ein Kommentar.

DIE NZZ berichtete schon vor zwei Wochen von übergriffiger Post aus den USA, die an der bekanntesten Schweizer Universität eingegangen sei. "Die ETH Zürich hat in Bezug auf ein Projekt, für das wir US Federal Funds erhalten haben, einen ‹questionnaire› von der US-Administration erhalten", zitierte die Zeitung die Pressestelle der Hochschule. Um welches Projekt es sich handelt, wolle die ETH nicht sagen, um die Betroffenen zu schützen. Den Fragebogen wollte man auch nicht herausgeben, da dieser von US-Seite als "vertraulich" kategorisiert worden sei. Doch handle es sich hauptsächlich um Fragen zur Einhaltung politischer Vorgaben der neuen US-Regierung. Die Devise sei offenbar, bloß die Amerikaner nicht verärgern, folgerte die NZZ. "Schließlich geht es um viel Geld und Prestige."

 

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In eigener Sache: Sind Sie gern hier? Bitte unterstützen Sie den Wiarda-Blog

Was ist los im Wiarda-Blog? Und wie steht es um seine Finanzierung? Und wie können Sie helfen? Der Überblick.

 

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Und was ist mit den Kindern?

Schwarz-Rot diskutiert über mehr "Spielräume" beim Ganztagsausbau – für die Kommunen. Hinter den wohlklingenden Worten droht die nächste Verschiebung des Rechtsanspruchs. Wann wird Ganztagsbetreuung endlich als dringende Bildungsaufgabe verstanden?

Bild: KI-generiert.

ES KLANG WIE eine gute Nachricht. "Wir halten am Ausbauziel für die Ganztagsbetreuung in der Grundschule fest", hieß es im zwischenzeitlich geleakten Ergebnis der schwarz-roten Koalitionsverhandlungs-AG 10, "Kommunen, Sport und Ehrenamt", und weiter: "Bei der Umsetzung vor Ort eröffnen wir den Kommunen mehr Gestaltungsspielräume. Zur Entlastung der Kommunen schaffen wir einen Übergangszeitraum für den Rechtsanspruch bis zum Schuljahr 2028/29." 

 

Festhalten, Gestaltungspielräume, Entlastung: Tatsächlich wäre das, was da so unspektakulär daherkommt, schon das zweite gebrochene Ganztags-Versprechen gegenüber den Familien und bildungspolitisch grundverkehrt. Und so symbolträchtig wie typisch ist, dass bei dem Vorstoß Bildungspolitiker offenbar gar nicht erst einbezogen wurden. 

 

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Der Wiarda-Blog wird 10!

"Meine Welt, das ist Bildung und Wissenschaft und Forschung, das sind die Menschen, die sie machen, und sie stehen im Mittelpunkt meiner Arbeit", schrieb ich 2015, als mein Blog online ging. 10 Jahre später gilt das umso mehr.

Ich freue mich darauf, dieses Jubiläum demnächst mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, gemeinsam zu feiern. Inklusive einem virtuellen Gästebuch, das ich dann veröffentlichen werde. Hätten Sie Lust, sich schon jetzt einzutragen? Was bedeutet Ihnen der Wiarda-Blog? Wozu nutzen Sie ihn? Was wünschen Sie sich für die nächsten zehn Jahre? Schreiben Sie es mir. Ich bin gespannt auf Ihre Beiträge.

Vielen Dank!


Der Gipfel der Bildung

Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda bitten zum "Gipfel der Bildung".

 

Hören Sie doch mal rein! Alle Folgen des Podcast finden Sie hier.



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